30 Mio für den NP

30 Millionen für das "Naturschutz-Juwel"
Grünes Licht vom Kabinett: Das von der Region geforderte Nationalparkpark-Packerl steht auf vier Säulen
Andreas Nigl 02.08.2018 | Stand 02.08.2018, 00:56 Uhr
Grafenau. Das Bayerische Kabinett hatte sich am Dienstag auf der Zugspitze mit der Naturoffensive Bayern befasst (PNP hat im Bayernteil berichtet). Auch der Nationalpark Bayerischer Wald profitiert in besonderer Weise von neuen Maßnahmen.
Der Nationalpark Bayerischer Wald sei ein Juwel für den Naturschutz und den sanften Tourismus in Bayern, wird Umweltminister Marcel Huber in einer Pressemitteilung zitiert. 2020 feiere er sein 50-jähriges Jubiläum, das sei der perfekte Anlass, um die Attraktivität des Nationalparks noch weiter zu steigern. Das Kabinett habe ein finanzielles Sonderprogramm mit einem Volumen von rund 30 Millionen Euro beschlossen. "Damit machen wir die Infrastruktur des Parks fit für die Zukunft."
"Den Park fit für die Zukunft machen" Gleichzeitig unterstütze man damit die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Das Sonderprogramm (vor Ort als "Nationalpark-Packerl" bezeichnet) ruhe auf vier Säulen.
Offensive zur Ertüchtigung der Besuchereinrichtungen:
  • Das Hans-Eisenmann-Haus,
  • das Haus zur Wildnis,
  • das Jugendwaldheim Wessely Haus
  • und das Wildniscamp am Falkenstein sollen bis 2024 mustergültig energetisch saniert werden.
Die Kosten dafür werden auf rund 2,8 Millionen Euro geschätzt. Daneben sollen die Ausstellungen im Haus zur Wildnis sowie im Hans-Eisenmann-Haus für rund 1,2 Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht werden.
Auch die Tierfreigelände werden bis 2021 barrierefrei und attraktiver gestaltet. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro.
Offensive zur Ertüchtigung der touristischen Infrastruktur: Der Nationalpark verfügt über rund 350 Kilometer markierte Wanderwege und etwa 200 Kilometer markierten Radwege. Für die Ertüchtigung der Wander- und Radwegeinfrastruktur im Nationalpark werden rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Für rund 2,6 Millionen Euro werden bis 2024 bestehende Hütten und Unterkunftshäuser ausgebaut und Plätze für Camper und Zelte eingerichtet.
Offensive zur Förderung der E-Mobilität: Der nationalpark-eigene Fahrzeug-Bestand wird auf umweltfreundlichere Antriebsformen umgestellt.
Nationalpark-Autos stehen künftig unter StromDie Kosten für die Neuausrichtung liegen bei insgesamt 2,4 Millionen Euro.
Offensive zur Ertüchtigung der Verkehrsinfrastruktur: Die Nationalpark-Basisstraße zwischen Mauth und Spiegelau besitzt eine wichtige Zubringerfunktion für den Nationalpark Bayerischer Wald. Insbesondere auch auf Wunsch der Kommunalpolitik sollen nun dem Landkreis die erforderlichen Mittel in Höhe von 16,6 Millionen Euro zur Sanierung von Fahrbahn, Brücken und Stützmauern in voller Höhe zur Verfügung gestellt werden. Auch die Kosten für die Sanierung der Gfällstraße zwischen der Ortschaft Spiegelau und dem Gfäll-Parkplatz am Fuß des Rachel von rund 3,3 Millionen Euro wird der Freistaat übernehmen. Zusätzlich soll die Machbarkeit eines straßenbegleitenden Radwegneubaus auf der Ostseite der B11 geprüft werden. Der Freistaat Bayern trägt die Kosten für die Machbarkeitsstudie.
Die Initiative für dieses Nationalpark-Packerl war von CSU-MdL Max Gibis ausgegangen. Unterstützung fand der dabei bei Landrat Sebastian Gruber und Spiegelaus Bürgermeister Karlheinz Roth.

Andreas Nigl

 



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