In den wilden,schwarzen Wald


In den wilden, schwarzen Wald
Jahresausflug des Vereins Pro-Nationalpark Freyung-Grafenau

Jens Schörnich 10.05.2019 | Stand 09.05.2019, 19:40 Uhr

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Die Gruppe am Ufer des Wilden Sees im Kerngebiet des Bannwaldes.

 

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Der "Schwarzwaldbecher" auf dem Baumwipfelpfad Bad Wildbad. -Fotos: Stadler

FRG. Der Jahresausflug des Vereins Pro-Nationalpark Freyung-Grafenau führt stets in einen Nationalpark im In- oder benachbarten Ausland. In der 11. Auflage reiste eine 45-köpfige Gruppe nach Baden-Württemberg. Das dortige Großschutzgebiet wurde 2014 seiner Bestimmung übergeben. Damit ist der Nationalpark Schwarzwald der jüngste der 16 Schutzgebiete in Deutschland.
"Jetzt gehen uns bald die Ziele aus", meinte Reiseleiter Heinrich Vierlinger, 2. Vorstand des Vereins, beim Fazit der dreitägigen Reise. Er hatte ein abwechslungsreiches, aber auch dicht gedrängtes Programm zusammengestellt.
Bei der Anreise besuchten die Teilnehmer den Baumwipfelpfad auf dem Sommerberg in Bad Wildbad. "Schwarzwaldbecher" wird sein Turm von den Einheimischen wegen der Form genannt. Von der Plattform in 40 Meter Höhe hat man einen einzigartigen Rundblick über den Schwarzwald bis zur Schwäbischen Alb.
Perfekt geplant, nur das Wetter konnte Heinrich nicht beeinflussen. Kälte, Regen und Nebel waren die Begleiter. Doch das trübte die Stimmung nicht. Dafür sorgten auch die Mitglieder des Freundeskreises Nationalpark Schwarzwald mit einem Vortrag und kundiger Führung. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Akzeptanz des Nationalparks zu fördern.
Das Schutzgebiet von 10000 Hektar ist eingebettet in den 375000 Hektar großen Naturpark Schwarzwald. Der relativ kleine Nationalpark erstreckt sich zwischen Baden-Baden und Freudenstadt in zwei Teilgebieten auf den Höhen des Nordschwarzwaldes. Dunkle Wälder und Moore, schroffe Felswände, idyllisch gelegene Täler und friedlich ruhende Seen - die landschaftliche Vielfalt ist riesig. Der größte Teil des Parks liegt auf mehr als 900 Meter Höhe.
Seine ganze Schönheit gab er bei der Wanderung nur selten preis. Dafür sorgten tief hängende Wolken und Nieselregen besonders auf den Grinden für eine mystische Landschaft. Die Grinden, bei uns Schachten, sind der Lebensraum von seltenen Tierarten. Danach wartete das Herzstück des Nationalparks: Im ehemaligen Bannwald rund um den Wilden See darf sich die Natur schon seit mehr als 100 Jahren frei entwickeln. Von der Höhe ging es auf dem Wildseesteig hinab bis ans Ufer des Wilden Sees.
Dass der Nationalpark noch in den Kinderschuhen steckt, merkte man beim Vortrag. Die Auseinandersetzungen, die Diskussionen, die Akzeptanz erinnerte die Gruppe aus dem bayerischen Wald an das, was bei uns im Vorfeld der Gründung bis in die heutige Zeit geschah und anhält. Der Besuch des Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren nahe Ulm rundete den ereignisreichen Ausflug ab.

 

 



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