Grauerlen erhalten Vorzug

Mehr Platz und Licht für Grau-Erlen
Entnahme von Fichten am Reschbach zum Schutz der besonderen Lebensräume


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Mit einem Harvester werden derzeit am Reschbach Fichten gefällt, um den Grau-Erlen mehr Platz und Licht zu verschaffen. (Foto: Rainer Simonis/Nationalpark Bayerischer Wald)

Mauth. Fichten, Tannen und Buchen - das sind die Baumarten, an die man im Nationalpark Bayerischer Wald als erstes denkt. In den Randzonen des Schutzgebietes gibt es in den Bachbereichen aber auch Grau-Erlen-Vorkommen. Der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union zufolge gelten Grauerlenwälder als seltene und prioritär zu schützende Vegetationsbestände. Um diese Bestände zu fördern, werden derzeit am Reschbach bei Mauth Grau-Erlen freigestellt.
„Die Auwälder entlang der Bäche, in denen die Grau-Erlen dominieren, sind bis auf wenige Reste im Nationalpark verschwunden", erklärt Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. Die Gründe dafür seien die jahrzehntelange Förderung von Fichtenbeständen sowie die Verbauung der Bäche. „Dadurch senkt sich der Grundwasserspiegel ab und die natürliche Wasserdynamik geht verloren."
Bachrenaturierung geht voraus
Um diesen besonderen Lebensraum der Auwälder und damit auch der Grau-Erlen zu erhalten, hat die Nationalparkverwaltung in der Randzone des Nationalparks zwischen Finsterau und Mauth Maßnahmen ergriffen. „Wir fällen Fichten, die in der Nähe der Grau-Erlen stehen und ihnen Licht und Platz nehmen", so Rainer Simonis, Leiter der Nationalparkdienststelle Finsterau. Größere Fichten werden mit dem Harvester entnommen, kleiner Fichten mit der Motorsäge. Entsprechende Maßnahmen wurden bereits am Kolbersbach zwischen Lindbergmühle und Spiegelhütte durchgeführt, geplant seien auch Maßnahmen an der Deffernik in der Nähe von Zwieslerwaldhaus.
Wichtig sei, dass einer Grau-Erlen-Förderung eine Renaturierung des Bachbereichs vorausgehen muss. Im Bereich des Reschbachs ist dies im Rahmen des Life+ Projektes in den vergangenen Jahren geschehen.

 



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